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Übernatürliche Hausmeister Kleine Hüter Kobolde, Gnome und andere Geister des Hauses Geistwesen, die an ein Haus gebunden sind, findet man in allen europäischen Kulturen und auch außerhalb Europas. Sie sind meist unsichtbar, können sich aber materialisieren und nehmen oft die Form von kleinen Menschen an. Ihre Größe beträgt dann nur eine Handbreit. Die Hausgeister gehören zu den friedlichsten Geistern überhaupt. Das Wohl des Hauses liegt ihnen am Herzen, und wenn dessen Bewohner gut mit ihrer Wohnstube umgehen, helfen die Hausgeister, wo sie nur können. Der Übergang zu anderen Geistern ist fließend. So sind manche Hausgeister in Wirklichkeit Naturgeister, die im Holz von Balken leben: Sie stammen aus dem Baum, in dem sie ursprünglich ihr Domizil hatten. Ein anderer Ursprung sind Ahnenkulte: Dann ist der Hausgeist oft identisch mit dem Geist des Erbauers. Die Vorstellung von Hausgeistern geht auf die religiöse Vorstellung zurück, dass ein Raum heilig sein kann. Es gibt unheilige und heilige Orte. Auch nicht religiöse Menschen kennen eine besondere Verbindung zu bestimmten Räumen, sei es die Landschaft der Kindheit, der Ort der ersten großen Liebe oder eben das Haus oder der Hof, in dem ein Mensch aufgewachsen ist. Raum Das religiöse Bewusstsein hält den heiligen Raum für beseelt, und die Architektur bildet diese beseelte Welt ab. So ist die zentrale Zeltstange der mongolischen Jurten zugleich der Pfeiler, der die Welt trägt. Die Tür, die für den gläubigen Christen die Kirche von der Straße trennt, ist die Schwelle von der profanen zur heiligen Welt. Innerhalb des heiligen Raums kann man mit Göttern, Dämonen und Geistern in Verbindung treten. Manche Geister leben aber auch permanent hier. Diesen heiligen Ort müssen Menschen suchen. Zum Beispiel offenbart er sich an der Stelle, wo ein Jäger ein Tier tötet. Die Vorstellung, dass ein Haus beseelt ist oder beseelt werden kann, spiegelt sich in dem grausam anmutenden Brauch alter Kulturen, ein Lebewesen, zum Beispiel einen Hund, noch früher angeblich auch eine Jungfrau, in die Steine eines Neubaus einzumauern. Die Trennung zwischen Naturgeistern wie Waldschraten oder Erdgnomen und Hausgeistern ist fließend. Das Gebiet, das der traditionsgebundene Mensch kontrolliert, ist die Welt der guten Geister. Draußen leben die Schaden bringenden Geister, die Dämonen oder die Seelen der Toten. Draußen ist alles, was nicht kontrolliert ist: unbekannte Höhlen, die Nacht, das Gebiet des Nachbarstammes. (...) Utz Anhalt Mehr zu lesen gibt es in der Nautilus 75 - bei uns online zu bestellen |
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